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Alle laufen für den kleinen Jan

Beim 2. Oberpleiser Benefiz-Staffelmarathon rennt der Achtjährige erstmals selber mit

 

Von Hansjürgen Melzer 

Königswinter-Oberpleis. Es gibt so Tage, da fragen sich Michael Weber und Helmut Troff, ob sie mit dem Engagement ihres Fördervereins Oberpleis zur Förderung der Erforschung der Histiozytose auf dem richtigen Weg sind. Doch dann gibt es wieder Momente, an denen der Vorsitzende und der Kassierer des Vereins sich ganz sicher sind, dass ihre Arbeit äußerst  sinnvoll ist.

So ging es ihnen kürzlich bei der Mitgliederversammlung der Histiozytose-Hilfe in Mainz, bei der einige echte Kapazitäten als Referenten über die heimtückische Krankheit auftraten. Eltern, deren Kinder an Histiozytose leiden, überhäuften die Mediziner geradezu mit ihren Fragen. Die beiden Oberpleiser waren davon tief beeindruckt, weil sie wussten, dass hinter jeder Frage das Bangen um das Leben eines Kindes stand. „Für die Eltern verband sich damit eine große Hoffnung“, sagt Troff. Dazu wollen sie mit ihrem Verein einen kleinen Beitrag leisten.

Weber und Troff engagieren sich, weil ihr Freund Jens Räcker Vater eines dieser Kinder ist. Der kleine Jan leidet an der Histiozytose , seit er vier Monate alt ist. Einen beträchtlichen Teil seines Lebens hat der inzwischen Achtjährige, der die zweite Klasse der Oberpleiser Grundschule besucht, in den Bonner Unikliniken und in der Kinderklinik Sankt Augustin verbracht. Sein ganzer Körper ist von der Krankheit und den Chemotherapien in Mitleidenschaft gezogen.

Mehr als 31000 Euro hat der Förderverein inzwischen eingesammelt. Außer in die Erforschung der Krankheit fließt das Geld auch an den Deutschen Kinderhospizverein Rhein-Sieg, der eine segensreiche Arbeit leistet.         

Am Sonntag, 23. Juni, ist noch einmal eine stattliche Summe dazugekommen, auch wenn die endgültige Abrechnung noch nicht erfolgt ist . Zum zweiten Mal veranstaltete der Förderverein in Oberpleis einen Benefiz-Staffelmarathon. Und das Schönste für alle Beteiligten war, dass Jan Räcker dieses Mal zum ersten Mal selber an dem Lauf teilnehmen konnte. Auf einen Rundkurs über 650 Meter teilten sich jeweils fünf Läufer, von denen einer eine Frau und ein weiterer unter 15 Jahren alt sein mussten, die Distanz von 42,195 Kilometern.

Die Teilnehmerzahl stieg in diesem Jahr auf 66 Teams. Mit dabei waren auch der frühere Königswinterer Bürgermeister Herbert Krämer, mittlerweile 76 Jahre alt, und sein Nachfolger Peter Wirtz, der mit seinen drei Töchtern und seiner Enkelin Pauline teilnahm. „Es ist hervorragend, was hier passiert. Dank und Kompliment an die Organisatoren für ihre tolle Arbeit. Hier lernen die Kinder und Jugendlichen, etwas Gutes zu tun und gleichzeitig Sport zu treiben“, sagte Herbert Krämer. Auch Lehrerinnen und Mitschüler von Jan liefen Meter um Meter. Viele Vereine waren vertreten. Und zahlreiche Firmen unterstützen den Benefizlauf mit Preisen für die Teilnehmer.

Jans Vater Jens Räcker war schwer beeindruckt. Zuerst von der tollen Leistung seines Sohnes, der sieben Runden mitgelaufen war. „Er ist ganz stolz auf seine Leistung. In den vergangenen Wochen war er etwas aufgeregt. Er wusste ja, dass auch seine Klassenkameraden mitlaufen“, meinte er. Nicht weniger angetan war Jens Räcker von der Welle der Hilfsbereitschaft. „Das ist beeindruckend. Ich bin sprachlos, was der Verein auf die Beine stellt. Mir läuft es kalt über den Rücken, wenn ich daran denke, was die Jungs alles leisten. Diese Veranstaltung zu organisieren, ist nicht leicht. Dafür kann ich immer wieder nur Danke sagen.“

Von vielen Seiten wurde den Organisatoren am Veranstaltungstag und in den Tagen danach Hilfe angeboten. Damit möglichst bald eine Entscheidung für eine Neuauflage im Jahr 2014 fällt. Ganz nach dem Motto: Aller guten Dinge sind drei.      

Mittwoch, 03.07.2013 11:09 Alter: 5 Jahre